Gutes Spiel nicht voll belohnt

Gievenbeck. GW Marathon bleibt ungeschlagen. Aber wie schon auf der Sentruper Höhe beim 1:1 gegen den IKSV Münster schlichen am Donnerstagabend nach dem Abpfiff des Nachholspiels gegen den FC Mecklenbeck die Grün-Weißen aus Uppenberg wie die Verlierer vom Platz. Die Elf von Trainer Mc Danny Antony-Francis hatte zwei Mal geführt, musste aber am Ende mit einem 2:2 (0:0)-Remis zufrieden sein.

Der Uppenberger Coach verlangt – insbesondere von seinen Offensivkräften – sehr viel. Entweder mangelt es bei dem einen oder anderen an der notwendigen Fitness oder gar an der Bereitschaft alles für Marathon auf den Platz zu bringen. Die Gastgeber dominierten die Partie auf ihrem Trainingsgelände am Arnheimweg, standen hinten zunächst auch sehr sicher, ließen vorn jedoch die notwendige Durchschlagskraft vermissen. Dies lag aber auch an dem sehr guten Keeper der Mecklenbecker.

Zunächst traf Yücel Karagöl (v.) und anschließend Rashid Hassanzadeh Ashrafi (l.) für GW Marathon.
Zunächst traf Yücel Karagöl (v.) und anschließend Rashid Hassanzadeh Ashrafi (l.) für GW Marathon.

Erst holte kurz vor dem Seitenwechsel Mc Danny Antony-Francis drei Spieler vom Platz und fand anschließend in der Halbzeitansprache wohl auch die richtigen Worte, denn Mecklenbeck hielt dem Druck der Marathonis fortan nicht mehr Stand. Mit einem leicht abgefälschten Distanzschuss des extrem agilen Yücel Karagöl (52.) konnten die Grün-Weißen endlich Mecklenbecks Torwart Alexander Wirtz, der zuvor das Tor des Westfalenligisten GW Nottuln gehütet hatte, überwinden.

Marathon hatte Oberwasser und erhöhte den Druck. Als Innenverteidiger Milan Schneider sich in Hummels-Manier als Passgeber in der Offensive versuchte, konterte Meckenbeck erfolgreich. Auch, weil die Defensive die große Baustelle der Uppenberger bleibt. Schneiders Vorstoß wurde von den Kollegen nicht abgesichert, so dass Damian Dreimol (65.) freie Bahn hatte.

Trotz des unglücklichen Ausgleichs spielte Marathon weiter forsch nach vorn. War Wirtz geschlagen, rettete schon einmal ein Mecklenbecker auf der Torlinie. Aber auch die Blau-Weißen kamen durch Konter immer wieder zu Gelegenheiten, so dass die Partie offen blieb, wenn auch die Uppenberger klar im Vorteil waren.

Einen sehr schönen Spielzug, der den FCM komplett aushebelte, vollstreckte Rashid Hassanzadeh Ashrafi (82.) mit seinem schon neunten Saisontor zur erneuten Marathon-Führung. Der GWM-Coach wechselte, um die Defensive zu festigen, was Mecklenbeck zur Schlussoffensive nutzte. Nach einer Ecke in der Nachspielzeit entschied der sehr gute Unparteiische Benjamin De Boer (SC Preußen Münster) auf Strafstoß, als ein Marathoni aus kurzer Distanz im eigenen Sechzehner am Arm angeschossen wurde. Mariusz Ambrozuk (92.) ließ sich dieses Geschenk nicht wieder nehmen.

Am Sonntag reist GW Marathon zur gleichfalls ungeschlagenen DJK BW Greven (Anstoß: 15 Uhr). Beim Aufstiegskandidaten an der Ems möchte die Uppenberger Elf gern zwei Rechnungen begleichen, denn sowohl im letzten Saisonspiel 2015 / 2016 als auch im ersten Pflichtspiel 2016 / 2017 (Kreispokal im Elfmeterschießen) hatten die Grevener die Oberhand behalten.

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