Sechser-Pack von Rashid Hassanzadeh Ashrafi

Rote Karte trübt die Freude

Geistviertel. Der Tabellenzweite der Kreisliga B 1, GW Marathon Münster, ist für das Gipfeltreffen am kommenden Sonntag (16. Oktober) um 15 Uhr auf dem Marathon-Platz im Wienburgbark gerüstet. Die Uppenberger gewannen am Sonntag bei der DJK Borussia Münster II hoch verdient 8:2 (3:0). Sechs Mal netzte Rashid Hassanzadeh Ashrafi, der in der laufenden Spielzeit alle 45 Minuten trifft. 18 Mal (!) in den ersten neun Ligapartien.

Die Borussen waren in der Außenseiterrolle und machten sich das Leben schon in der 2. Minute zusätzlich schwer, als Mohamed Osman Ali einen zu kurzen Pass des DJK-Torhüters erlief und sofort vor das Tor passte, wo Rashid Hassanzadeh Ashrafi nur einschieben musste.

Andreas Schulze Frenking ist wieder fit. Borussia bekam dies in der 18. Minute im Spielbericht bestätigt, als der lauffreudige Sechser auf 2:0 für Marathon erhöhte. Mit dem zweiten Treffer von Rashid Hassanzadeh Ashrafi (20.) hatten die Grün-Weißen ihren Torhunger gestillt.

GWM-Trainer Antony-Francis Mc Danny, heute nur an der Seitenlinie, wechselte Verteidiger Kelvin Shabani aus, um dem wieder genesenden Michael Voinov die ersten Einsatzminuten in dieser Spielzeit zu gönnen. Borussia durfte mitspielen, für einen Treffer kamen sie aber im ersten Durchgang nicht in Frage.

Sechs Treffer in einem Spiel: Rashid Hassanzadeh Ashrafi von GW Marathon Münster.
Sechs Treffer in einem Spiel: Rashid Hassanzadeh Ashrafi von GW Marathon Münster.

Nach dem Wiederanpfiff dauerte es zehn Minuten, ehe Rashid Hassanzadeh Ashrafi (55.) auf 4:0 erhöhte. Das einseitige Spiel ging mit einem schönen Flügellauf von Maximilian Aalken (61.) weiter, der Rashid Hassanzadeh Ashrafi bediente – 5:0. Beim 6:0 (78.) hatte Ali Khechen Pech, als er am Borussen-Torwart scheiterte. Aber einer war zur Stelle – 7:0 durch Rashid Hassanzadeh Ashrafi.

Rund um diesen Treffer agierte auch der Unparteiische, der einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte, rekordverdächtig. Vier Mal (!) hätte er zur Pfeife greifen müssen, um für Marathon Strafstoß zu geben. Vier Mal, zwei Mal davon innerhalb von 20 Sekunden, wedelte er mit den Armen, weil er – selbst als der Ball mehrere Meter vom gefoulten entfernt war – andeuten wollte, dass das Sportgerät gespielt worden sei. Schlimmer konnte es nicht werden, dachte der Marathon-Anhang, der sich aber täuschen sollte.

Antony-Francis Mc Danny schickte 15 Minuten vor dem Ende Kelvin Shabani wieder auf das Feld. Nach einem Freistoß an der Mittellinie für Marathon, blockte ein Borusse den Schuss. In der Folge kam es zu einem Wortwechsel zwischen Shabani und einem Borussen, in dem der Marathoni bescheinigte, dass seine Äußerung „asoziales Verhalten“ sei, wie der Schiedsrichter nach der Partie auch bestätigte. Dafür sah Shabani seltsamerweise den Roten Karton. Der Schiri erkannte in dem wissenschaftlichem Begriff eine „Beleidigung“.

Marathon in Unterzahl und kräftig verärgert, ob der Vorstellung des Schiedsrichters. Warum allerdings den Borussen in der 80. Minute ein Treffer zum 1:6-Zwischenstand geschenkt wurde, bleibt das Geheimnis der etwas zu überheblichen Vorstellung des Grün-Werißen vor dem eigenen Kasten.

Den alten Abstand stellte Ali Fayad wenige Minuten später wieder her. Als dann Rashid Hassanzadeh Ashrafi zum 8:1 traf, war für Marathon das Spiel offensichtlich beendet. Der Schiedsrichter pfiff aber erst ab, als die Borussen aus spitzem Winkel zum 2:8-Endstand trafen. Einziger Trost der Gastgeber dürfte sein, dass sie nicht den schlechtesten Akteur auf dem Spielfeld stellten.

 

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