Vorm Tor ohne Fortune

Marathon verabschiedet sich

Berg Fidel. Natürlich war die Unzufriedenheit nach dem Aus bei der 40. Hallenstadtmeisterschaft in der Kabine von GW Marathon Münster sehr groß. Nach zwei Endrundenteilnahmen in den Vorjahren wären die Uppenberger auch beim Jubiläumsturnier gern am Finaltag dabei gewesen. Es sollte aber in diesem Jahr nicht sein.

Am Mittwochabend ließen die Uppenberger im ersten Spiel gegen den starken SC Nienberge aufblitzen, dass sie noch immer in der Halle deutlich besser als ein Feld-B-Ligist auftreten können. Doch das gegnerische Tor schien in allen drei Partien vernagelt. Selbst aus küzester Distanz brachten die Grün-Weißen den Ball nicht im Kasten unter.

Marathons Trainer Antony-Francis Mc Danny (l.) stand verletzt auf dem Hallenboden. (Foto: Wilfried Hiegemann / fotoideen.com)
Marathons Trainer Antony-Francis Mc Danny (l.) stand verletzt auf dem Hallenboden. (Foto: Wilfried Hiegemann / fotoideen.com)

Vier Hochkaräter ließen die Schützlingen von GWM-Spielertrainer Antony-Francis Mc Danny aus. Auch der flinke Coach verpasste aus kürzester Distanz nach einem klasse Zuspiel von Andreas Schulze Frenking über die Bande. Dann griff die alte Fußballerfahrung . . . wer vorne die Dinger nicht macht, . . .

Nienberge ging durch einen schnellen Konter in Front. Kurz vor dem Schluss legte Rashid Hassanzadeh Ashrafi, der in allen sechs Spielen weit unter seiner Form vom Vorjahr blieb, unglücklich für den Ex-Marathonis Patrick Meyer auf, der zum 2:0-Endstand einschob.

Auch im Looserduell der ersten Runde, Marathon traf auf GW Gelmer, dominierten die Uppenberger. Fabian schrieb im Heimspiel-Blog: „Marathon wirkt allerdings im Spiel der Sieglosen optisch überlegen.“ Doch ein unnötiger Gegentreffer, nachdem die Grün-Weißen aus Münster wieder ihre Chancen nicht genutzt hatten, entschied die Partie. Gelmer knallte nur noch aus der eigenen Hälfte auf das leere Marathon-Tor, da die Uppenberger einen fünften Feldspieler gebracht hatten. Einmal traf Gelmer, womit das Aus für Marathon praktisch besiegelt war.

Zwar hätte ein Kantersieg gegen den Westfalenligisten BSV Roxel, Titelverteidiger bei den Stadis, noch die Chance auf die Endrunde gelassen, aber gleiches galt für die Kicker aus Münsters Westen. Marathon versuchte mitzuhalten, doch Roxel war in diesem Spiel eiskalt und knallte Marathons jungem Keeper Timur Kacar gleich fünf Dinger rein.

Marathons Youngster Timur Kacar eroberte sich auch in der Halle den Platz zwischen den Pfosten.
Marathons Youngster Timur Kacar eroberte sich auch in der Halle den Platz zwischen den Pfosten.

Trotzdem ist der im Alter von sechs Jahren aus Kinderhaus zu GW Marathon gekommene 19-jährige Keeper der große Gewinner bei GW Marathon, denn nachdem Timur Kacar in den letzten Meisterschaftsspielen schon den Platz zwischen den Pfosten eroberte, gelang ihm dies auch eindrucksvoll in der Halle. Zweifelsfrei hat GW Marathon Münster eine neue Nummer Eins.

 

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