DJK Grün-Weiß Marathon Münster e.V.

Kreisstrukturreform

Münster-Warendorf isoliert

Überwältigendes Votum für Fortbestand

Münster-Handorf. Der Vorstand des Fußballkreises Münster-Warendorf lud am Mittwochabend zur außerordentlichen Kreisversammlung nach Handorf. Einziger Tagesordnungspunkt war die Abwehr der Kreisstrukturreform des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), die im Mai auf einem außerordentlichem Verbandstag beschlossen werden soll.kreise westfalen

106 Stimmen aus den beiden politischen Kreisen Stadt Münster und Warendorf (ohne die Vertreter des Altkreises Beckum) sowie die Vereine des Altkreises Münster im Norden (Gemeindegebiet Greven und Altenberge) und Westen (SW Havixbeck, GS Hohenholte, Fortuna Schapdetten und SV Bösensell). Die Vertreter der Arbeitsgruppe des FLVW war hochrangig besetzt, doch dies nützte dem Verband nicht viel, denn sie durften praktisch nicht für die Kreisstrukturreform werben, sondern sich lediglich der Angriffe verschiedener Kreisfunktionäre und weniger Vereinsvertreter erwehren.

Am Ende votierten 96 der anwesenden Stimmberechtigten, darunter auch der Vertreter der DJK GW Marathon Münster, für einen Beschlussvorschlag des Kreisvorstandes, der den Fortbestand des Fußballkreises Münster-Warendorf in der heutigen Form beinhaltet. Der Hinweis des Vertreters des 1. FC Gievenbeck, Helmut Ossenbeck, dass sich der Kreisvorstand Münster-Warendorf für die Delegiertenversammlung Verbündete suchen müsse, um nicht mit den vier Delegiertenstimmen auf der Versammlung unterzugehen, fand wenig Rückhalt.

Geschlossen stimmten nur Vertreter der LG Ems Warendorf gegen den Vorschlag des Kreisvorstandes. Dies dürfte allerdings mehr mit der Situation zwischen der LG Ratio (Leichtathleten aus Münster und den Vereinen aus Coesfeld und Steinfurt) und der Warendorfer LG Ems geschuldet sein, als den Hintergründen der maßgeblich auf den Fußball abzielenden Strukturreform.

Nach derzeitigem Stand ist also wahrscheinlich, dass der außerordentliche Verbandstag, dem die sieben FLVW-Päsidiumsmitglieder, die 33 Kreisvorsitzenden und je angefangene 25 Vereine eines FLVW-Kreises ein weiterer Delegierter - zusammen also eine gute dreistellige Anzahl an Stimmberechtigten - angehören, nicht dem Antrag Münster-Warendorfs und seiner vier Delegierten folgen wird. Damit ist die Aufteilung des Fußballkreises Münster-Warendorf in zwei Kreise (Münster ohne Coesfelder und Steinfurter Klubs, sowie Warendorf mit den Beckumer Vereinen) äußerst wahrscheinlich. Verlierer in dieser Auseinandersetzung zwischen dem Vorstand des Fußballkreises Münster-Warendorf und dem Verband dürften die Sportvereine in Greven, Altenberge, Havixbeck, Nottuln und Senden sein, deren mögliche Anträge auf Zuteilung in den Kreis Münster vermutlich weder von den dann zuständigen Gremien der abgebenden Kreise (Steinfurt und Coesfeld) noch von dem sicherlich nach der Niederlage beim außerordentlichen Verbandstag komplett neu formierten Kreisvorstand in Münster Zustimmung erfahren dürften. 

Hat die zu erwartende Kreisstrukturreform Auswirkungen auf die Arbeit bei GW Marathon? Diese Frage darf zweifelsfrei mit Ja beantwortet werden. Dazu gehören einerseits die Verkürzung der Fahrtstrecken für alle ausschließlich auf Kreisebene aktiven Fußball-Mannschaften sowie der amtlichen Schiedsrichter des Vereins, die zukünftig ebenfalls nur noch im Stadtgebiet eingesetzt werden. Selbstverständlich gilt dies nicht für den Marathon-Schiedsrichter Philipp Hagemann, der auf Landesebene aktiv ist. Fahrten nach Greven oder Telgte, Warendorf oder Havixbeck gehören nach Umsetzung der Kreisstrukturreform für die Kicker aus dem Wienburgpark nicht mehr zum Ligaalltag.